also...
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Zu Hause wohnen...
Bei Frau Mutti gefunden: Sie schrieb, wo sie schon überall gewohnt hat. Ein bisschen bin ich ja auch schon herum gekommen!
Zunächst wohnte ich natürlich bei meinen Eltern in Bremen. Ich hatte mein Zimmer mit 16 nach eigenen Ideen umstellen und anmalen (revolutionär für meine Eltern: Orange!) dürfen, zwar war die Einrichtung vorhanden, passte sich aber ganz gut in meine Ideen ein. Ganz besonders liebte ich ein Vertiko, das ich von meiner Oma geerbt hatte. Dazu hatte ich mir Gardinen mit riesigen, braunen und blauen Blumen ausgesucht, richtig schön im 70er-Jahre-Design! An der Decke baumelte ein Japanballon, von wegen gemütlich war eine äußerst stromsparende Lampe drin, mein Vater meinte, es sähe aus, als hätten wir die Stromrechnung nicht bezahlt! Zum Studium ging es nach Braunschweig, wo ich ein Zimmer bei einer Witwe in einem Neubaublock bezog. Es war mit alten Möbeln eingerichtet, die liebevoll bunt angemalt worden waren, und ich hatte nie genug Platz für mein Chaos. Ein Glück: Die Wirtin war genau so chaotisch wie ich! Aus irgendwelchen Gründen zog ich dann hinaus auf's Dorf zu einer anderen Witwe, in ein nettes Holzhäuschen, wo ich zwei Zimmer unter dem Dach bekam. Eines zum Schlafen mit einer altmodischen Doppelbett-Hälfte als Bett, einem winzigen Kleiderschrank und einer Kommode, in der ich mein Geschirr lagerte. Das andere beeinhaltete eine Liege, einen Tisch zum Essen und Arbeiten mit einem Stuhl, einen uralten, gräsigen Clubsessel und ein Regal. Dann bezog ich mit meinem damaligen Herzallerliebsten eine 3-Zimmer-Wohnung in der Stadt mit Lokus auf halber Treppe. Mein Zimmer war grün gestrichen, der Ofen war kaum zu benutzen, weil er ständig qualmte. Von ihm ging das zweite Zimmer ab, das nicht geheizt werden konnte und zur Rumpelkammer mutierte. Dann gab es noch SEIN Zimmer mit anständigem Ofen und etwas größer als meins. Dort hielten wir uns auf, wenn wir nicht verkracht waren (was häufiger vorkam, wenn ich es recht erinnere). Die Küche war recht groß, das musste sie auch, weil sich dort noch mittendrin unsere Wasch- und Duschecke befand. Als die Liebe zu Ende ging, bezog ich kurzfristig ein Zimmer in der WG im selben Haus. Es gab einige Querelen über Putzdienste und eingeweichte, aber nicht abgewaschene Töpfe, aber sonst war es ganz nett. Ich bin aber trotzdem wieder ausgezogen, in eine kleine Wohnung in einem Hinterhaus in der Altstadt. Ich hatte zwei Zimmer für mich, eines konnte mit einem ständig explodierenden Ölofen geheizt werden. Die Fenster waren recht klapprig, man hatte immer Angst, beim Öffnen mit samt dem Fensterrahmen im Hof zu landen. Die Tapete in dem einen Zimmer nagelte ich oben an der Wand fest, weil dahinter der Putz rieselte! Durch Jobben beim Finanzamt in den Semesterferien reich geworden, leistete ich mir 4 totschicke Sessel von IKEA im Küchenkaro-Design und mein erstes Lagerregal, das mit einem geliehenen Mini-Fernseher ausgestattet wurde. Ich HATTE EIN WOHNZIMMER!!! Das andere Zimmer wurde mein Schlafzimmer, in dem ich bis zum nächsten Finanzamt-Job auf einer Luftmatratze nächtigte. Dann hatte ich noch eine Küche (mit unvermeidlicher, durch Vorhang abgeteilter Rumpelecke!). Lokus war wieder auf dem Flur, ich teilte es mit einer Freundin, die ebenfalls dort eine Wohnung hatte. Unsere Vermieterin sah aus wie eine Puffmutter in Rente und sprach immer von "ihren Mädchen", die Miete wurde jeweils persönlich überbracht und man bekam eine handgeschriebene Quittung dafür. Im Erdgeschoss wohnte übrigens eine ältere Dame, die in ihrer 1Zimmerwohnung einen riesigen Papagei hielt. Wenn wir an der Tür vorbei kamen, kreischte das Vieh immer wie verrückt! Irgendwann lernte ich dann den Rabenmann kennen. Als er die Stelle im wilden Süden der Republik bekam, war klar, dass wir zusammen bleiben wollten. Ich bin in sein altes Zimmer in BS gezogen, weil das billiger als meine schöne Wohnung war und sich in der Küche ein Bad befand. Keine Ahnung, wie wir meine Schrapscheren dort untergebracht haben! Unsere erste gemeinsame Wohnung in Ulm war jwd auf dem Lande, hatte einen schönen Kachelofen und merkwürdige Nachbarn (einer war ein Jugoslave namens Barbo, der ein Zimmer im Keller bewohnte, qualmte wie ein Schlot und derartig nach Knoblauch stank, dass er bei seinen zahlreichen Heimfahrten in der Eisenbahn immer das Abteil für sich alleine hatte!). Im Flur unserer Wohnung gab es einen fantastischen Einbauschrank, und wir hatten einen kleinen Balkon und durften sogar ein Handtuchbeet im Garten beackern. Als sich das erste Kindlein ankündigte, zogen wir in ein Reihenhäuschen in dem Stadtteil, wo wir heute noch wohnen. Es war so genial gebaut, dass durch möglichst viele Wände möglichst geringer Raum geschaffen wurde. Nur die Küche war riesig! Wir statteten sie mit einer richtigen Küchenzeile aus, die wir auseinander zogen, für die Zwischenräume nähte ich Vorhänge. Der Bode war mit Designer-Kacheln ausgelegt, die leider gleich kaputt gingen, wenn mal ein Messer runter fiel! Das Bad war ebenfalls "designt", mit gelb-weißen Edelfliesen, auf denen jedes Haar einem ins Auge sprang! Im Garten stand ein riesiger Birnbaum, unsere Jungs liebten ihn sehr, weil man darauf so gut klettern konnte. Anfangs mussten wir Sohn2 öfters "retten", weil er doch schließlich genau so hoch hinaus wollte wie sein Bruder. Die Fenster waren getönt, auf dass die Rabenfamilie nicht zu viel Sonne ab bekäme. Buntnesseln auf der Sonnenseite gingen ein! Aber wir hatten einen (ziemlich desolaten) Kachelofen, der war oft nötig, denn die Heizung schaffte es im Winter kaum, das Wohnzimmer auf angenehme 20 Grad zu bringen. Dass zum Haus ein riesiger Dachboden und ein ebensolcher Keller gehörte, wurde uns fast zum Verhängnis, als wir dann nach 9 Jahren umziehen mussten, als das Haus verkauft wurde. Denn wir hatten auf die Schnelle nur eine 90 und 'n bisschen Quadratmeter große Wohnung mit Winzbalkon und Minikeller gefunden. Da sich Kram mindestens so lange ansammelt, wie man Platz hat, und alle Raben großartige Sammler und Jäger sind (damals gab es anfangs ja noch Sperrmüll!) bedeutete das einige Abfuhren zum Recyclinghof... Nun, in der Winzwohnung wohnen wir noch immer. Inzwischen sind die Jungs ausgezogen, so dass sie jetzt schon fast zu groß für uns ist. Man sieht es daran, dass eines der Ex-Kinderzimmer noch immer nicht von uns bezogen wurde. Leider hat es sich mit der Zeit mal wieder zu einer Rumpelkammer entwickelt. Ich kämpfe heftig und hoffe, es bis zum Herbst ausgeräumt zu haben, weil wir dort unser Arbeitszimmer einrichten wollen. Drückt mal die Daumen, dass es klappt. Ansonsten haben wir uns vor Jahren schon einen Pachtgarten zugelegt, so dass auch für Ackerbaumöglichkeiten gesorgt ist und natürlich für
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