Die Rabenfrau
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also...


Entgangen...

... ist der Rabenfrau bisher ein "typisch deutsches Brauchtum zu Weihnachten", die sogenannte "Weihnachtgurke" oder auch "German Christmas Pickle":
 
 
Es handelt sich dabei um ein Glas-Ornament in Form einer Essig-Gurke, das irgendwo tief im Christbaum versteckt wird. Wer es als erster entdeckt, bekommt ein Extra-Geschenk (Kinder) oder soll im nächsten Jahr besonders viel Glück haben (Erwachsene).
 
Jedenfalls wird das angeblich so in Amerika erzählt, und man findet im Internet auch einen Haufen von Websites, (z. B. die hier) die sich mit diesem Thema beschäftigen, und die Weihnachtsgrurke hat es auch inzwischen längst zu Wikipedia-Ehren gebracht.  Wie gesagt, der Rabenfrau ist dieser angeblich weit verbreitete Brauch bisher entgangen, und es scheint auch sonst wenig Deutsche zu geben, die diesen Brauch kennen. Was es aber tatsächlich (inzwischen?) gibt, sind diese Glasornamente in Gemüseform. In Amerika fanden diese anscheinend reißenden Absatz, und auch bei uns kann man sie inzwischen kaufen. Ist das nun ein "Legenden-Reimport"?

Na ja, in alten Zeiten haben die Leute ja so einiges als Ornament an den Christbaum gehängt, was man sich  vielleicht in Wirklichkeit nicht leisten konnte: Zigarren, Autos, Zeppeline und auch Obst. So gab es vielleicht auch historische Vorbilder für Tannenbaumschmuck in Gemüseform. Dass einzelne, besonders von der Familie besonders geliebte Ornamente jedes Jahr wieder aufgehängt und man sich immer freute, diesen wieder zu entdecken, kann ich mir auch gut vorstellen, schließlich war das bei uns auch so: Als Kind suchte ich jedes Jahr diesen Pilz, den meine Mutter dann ja dummerweise irgendwann entsorgt hat. Unsere Kinder suchten immer den Weihnachtsmann, den ihr auf meinem Tableau vom letzten Beitrag sehen könnt. Aber als "typisch" deutsches Brauchtum würde ich das nun nicht unbedingt bezeichnen, oder?

27.12.08 18:59
 

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